Pearl Jam: Interview mit André Bechir
31. August 2006, 10:32 Uhr | Posted in Interviews, Konzerte | No Comments »Am 13. September spielt Pearl Jam in der BernArena. Die Gruppe gilt als die letzten Überlebenden der Seattle-Grunge-Bands, zu welchen auch Nirvana gehörte.
Wir hatten die Gelegenheit, André Bechir, Geschäftsführer von GoodNews, ein paar Fragen zum Konzert zu stellen:
Herr Béchir, wie schafft man es, eine weltbekannte Band wie Pearl Jam in die Bern Arena zu holen? Alternativen gäbe es ja genügend (Hallenstadion, Maag Hall, …).
André Béchir: Die Verfügbarkeit der Hallen spielt eine wichtige Rolle. Pearl Jam spielen auf dieser Tournee nur wenige Daten in Europa. Das einzige Datum, welches für die Schweiz möglich war, ist der 13. September 2006. Dieses Datum war im Hallenstadion Zürich nicht frei und die Maag Event Hall ist für eine internationale Band wie Pearl Jam sicher zu klein. Die einzige Alternative zum Hallenstadion Zürich mit ähnlich grosser Kapazität ist die Arena Bern.
Wieviele Personen werden zum Konzert erwartet?
Ungefähr 11’000 Personen.
Kann die Bern Arena als Eishockeystadion akustisch mit den für Konzerten ausgelegten Hallen mithalten? Sind besondere Vorkehrungen und Einrichtungen dafür geplant?
Die Akustik ist von Halle zu Halle verschieden. Natürlich kann eine Eishalle akustisch nicht mit einem speziell für Konzerte gebauten Saal mithalten. Die Band bringt ihre eigene Tonanlage mit, welche qualitativ sicher auf höchstem Niveau ist. Für uns gilt der Entscheid: Konzert in der Schweiz, ja oder nein.
Bei Pearl Jam wird man leider auch immer wieder an die tragischen Todesfälle am Roskilde-Festival 2001 erinnert, als 9 Personen vor der Bühne von der Masse erdrückt wurden. Welche Sicherheitsmassnahmen gibt es in der BernArena, damit das Publikum auch während einem Rock-Konzert nicht gefährdet ist?
In der Bern Arena wird die Bühne längsseitig gestellt, d.h. vis-à-vis zur grossen Haupttribüne. Damit limitieren wir den Platz unmittelbar vor der Bühne sowie im Innenraum und verhindern, dass ein zu grosser Druck durch das Publikum nach vorne entsteht. Die Mehrheit der Zuschauer werden auf der Hauptribüne untergebracht. Zusätzlich werden vor der Bühne Absperrgitter nach vorne gebaut, ein sogenannter Wave-Breaker, um Bewegungen seitwärts zu vermeiden.
Bern ist auf der Pearl Jam Tournee eine kurze Zwischenstation zwischen Frankreich und Italien. Wissen Sie, wo die Band die Nächte vor und nach dem Konzert verbringen wird?
Diese Information erhalten wir als Veranstalter sehr spät. Die Übernachtungen werden nicht durch uns gebucht, sondern jeweils von einem internationalen Reisebüro, welches auf Tourneen spezialisiert ist.
Dürfen wir in Zukunft weitere grosse Acts in der Bern Arena erwarten? Sind schon Konzerte in Planung?
Im Moment sind in der Bern Arena keine weiteren Konzerte geplant, aber wir hoffen auf ein positives Feedback von Behörden, Halle und Zuschauer nach dem Pearl Jam Konzert, damit wir auch in Zukunft Gast in der Bern Arena sein dürfen. Die Halle wird leider primär durch den SCB belegt und ist primär eine Eishockey-Arena.
Wir danken André Béchir für das Interview!
Tickets für das Konzert gibts im Vorverkauf oder im Ticketpark.
