Endlich hab ichs auch wieder mal an ein Konzert geschafft: The Kooks standen auf dem Programm.
Das heisst, zuerst waren The Mondrians, eine Rock’n'Roll-Band aus der Westschweiz, an der Reihe und gaben ziemlich Gas. Viel Spielfreude und Spass war auf jeden Fall dabei und die Jungs vermochten ziemlich Applaus einzuheimsen.


Dann, nach 22 Uhr, kamen endlich The Kooks, ihres Zeichens frisch gebackene Gewinner des MTV Europe Music Awards als Best Band UK&Ireland.
Das Publikum feierte den Konzertbeginn frenetisch. Apropos Publikum: Es waren erstaunlich viele Teenies anwesend, welche kräftig mitsingen konnten. Und sehr bald stellte sich heraus, dass es ziemlich naiv gewesen war, sich mit 26 Lenzen auf dem Buckel in den vordersten Reihen zu platzieren. Ab dem zweiten Song ging ganz schön die Post ab, inkl. misslungenen Crowd-Surfing-Versuchen, so dass ich mich als Konzert-Opa etwas weiter hinten positionierte.
Die Jungs verschossen sehr rasch viel Pulver und man begann sich unweigerlich zu fragen, wie sie es schaffen wollen, Material für mehr als eine halbe Stunde Konzert bereit zu haben. Die Antwort: ein Coversong, ein neuer(?) Song und ein relativ langer Unterbruch vor der Zugabe. So schaffte man immerhin etwa 50 Minuten, dann war aber Schluss.
Fazit: The Kooks haben zurecht weltweit Erfolg, denn ihre Songs sind toll. Live machen sie einen soliden Eindruck, vielleicht schon etwas zu routiniert für ihr junges Alter. Aber, auch wenn der Gig um Längen besser war als derjenige der Vines 2004 in der Roten Fabrik werde ich es mir das nächste Mal gut überlegen, ob es sich lohnt, für eine Band, die nur eine CD auf dem Markt hat von Bern nach Zürich zu fahren. Denn ein Konzert, das weniger als eine Stunde dauert ist halt doch etwas wenig fürs Geld.
Hier ein Video vom Gig (und noch ein zweites) und noch ein paar Fotos.


